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Saturday, January 26. 2008
Klar wie Quellwasser
Vor diversen Jahren, als ich so ungefähr 12 war, verbrachte meine Familie mit mir einen Urlaub an der südspanischen Küste. Ein paar der miturlaubenden Menschen beschlossen, etwas außerhalb der Bucht schnorcheln zu gehen. Da mußte ich natürlich hinterher. Dummerweise gab´s vor der Mündung der Bucht eine heftige Querströmung, und unerfahren, wie ich war, versuchte ich natürlich dagegen ankämpfen. Die logische Folge: Ich war auf bestem Weg, zu Ertrinken. (Die Existenz dieser Zeilen mag als Beweis gelten, das ich es nicht tat.)
Diese Erfahrung ist seitdem so tief verankert, das mich manchmal selbst in Schwimmbädern Panikattacken hilflos machen. Und mit hilflos meine ich: absolut hilflos.
Die Reaktion des Körpers auf Ertrinken, Ersticken und ähnlich unangenehme, lebensbedrohende Situationen ist nicht kontrollierbar. Es ist eine der elementarsten Angstreaktionen.
Genau diese Angstreaktion nutzt das "Waterboarding", eine widerlich verniedlichende Bezeichnung für eine der grausamsten und wirkungsvollsten Foltermethoden. Wie effektiv diese Methode ist, kann man hier nachlesen. (via fefe)
Ein Staat, der Folter erlaubt, hat in meinen Augen jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Menschen, die von "verschärften Verhörmethoden" sprechen und dabei auch noch glauben, es gäbe auch nur ein Argument für Folter, ebenso.
Spätestens seit der Inquisition sollte eigentlich klar geworden sein, das Folter ganz gewiß nicht zu wahrheitsgemäßen Aussagen führt.
Aber vielleicht will man in Guantanamo gar nicht die Wahrheit finden. Al-Libys Aussagen waren, obwohl vollständig falsch, durchaus hilfreich für die Rechtfertigung eines Angriffskriegs.
Thursday, December 13. 2007
Mind your connections
Thursday, October 25. 2007
Schon wieder Terror
Und immer wenn man denkt, ... Nein, das kann ich jetzt so nicht schreiben, das wäre beleidigend und vielleicht sogar als Aufruf zu einer Straft mißzudeuten.
Um´s kurz zu machen: Fox News weiß, wer die Brände in Kalifornien gelegt hat. Al-Qaida.
Papiertiger, USA-Version
Frisch durch den US-amerikanischen Kongress: Der "Global Online Freedom Act of 2007". Und wird gehypet, als wäre es die messianische Befreiung von Zensur, Datensammelwut und Repression. Die Grundidee ist eigentlich ganz gut. Firmen, die mit netzzensierenden Regimes zusammenarbeiten dürfen danach keine Identifikationsdaten mehr herausgeben. Technologien, die zur Zensur geeignet sind, sollen Exportbeschränkungen unterliegen. Eine persönliche Haftung steht auch im Entwurf. Sollte dieser Entwurf in Kraft treten, gäbe es für Betroffene sogar ein Klagerecht.
Da fragt man sich: Was ist denn da mit den Amis los? Entdecken die ihr Gewissen? Mitnichten. Wie bei jedem Gesetz kommt es auf die genaue Wortwahl an. Und da liest man:
Prohibits US companies from disclosing to foreign officials of an “Internet Restricting Country” information that personally identifies a particular user except for “legitimate foreign law enforcement purposes;”
Zuerst gilt das Gesetz nur für Länder, die den Internetzugang einschränken. Ich hab so den Verdacht, das die zensorische YouPorn-Sperrung von Arcor nicht dazu zählt. (Ja, obwohl es bei Arcor um Pornografie geht, ist das Zensur.) Die legitimen Strafverfolgungsinteressen Chinas umfassen selbstverständlich die Verhaftung sogenannter Dissidenten.
Mit diesem Gesetz wird gleichzeitig US-amerikanischen Zugangsanbietern verboten, Inhalte von US-amerikanischen Regierungsseiten oder von Seiten, die von der US-Regierung finanziert werden, zu blockieren. Oder anders ausgedrückt: Die eigene Propaganda darf auf keinen Fall gefiltert werden. Dazu soll flugs eine neue Behörde geschaffen werden, die neben der Einhaltung der Bestimmungen auch generell die Zensur im Internet beobachten soll. Und die soll dann zusammen mit den Firmen einen gemeinsamen, unverbindlichen "code of minimum corporate standards", also eine form- und inhaltslose Erklärung entwickeln.
Und die Sanktionen? Bis zu zwei Millionen Dollar für Firmen und bis zu 100.000 Dollar für Personen. Mal ganz ehrlich, wir reden hier über Cisco, Yahoo, Microsoft, Google,... Zwei Millionen?
Alles in allem also eher eine Mogelpackung ohne tatsächliche Anwendbarkeit. Soviel ist dem "land of the free" der "freedom" also wirklich wert.




