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Tuesday, August 14. 2007
Russland wird sicherer
Die können jetzt genau ausrechnen, wie wenig Sprengstoff man braucht, um das so aussehen zu lassen wie einen Terroranschlag. Wenn man mal zwischen den Zeilen liest:
Wie durch ein Wunder hat es bei dem Bombenanschlag auf einen Schnellzug in Russland keine Toten gegeben. Der Zug sei so schnell gewesen, dass er über die Bombe einfach hinweg gefahren sei, so Experten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derweil wegen Verdachts auf Terrorismus. Und die Regierung spricht von einer tschetschenischen Spur. [...]
Die Spur überrascht mich nicht. "Wenn ich George Bush wäre, ich würde Massenvernichtungswaffen finden."
Den Rettungsmannschaften bot sich ein Bild der Verwüstung, hatten die Täter doch immerhin eine Bombe mit der Sprengkraft von zwei Kilogramm TNT eingesetzt.
Zwei Kilo TNT? Hmmm. Wenn diese Tabelle stimmt geht das also mit fünf bis acht Kilogramm Schwarzpulver. Ich erinnere mich da an manches Silvester...
Es wurden bereits erste Phantombilder von möglichen Tätern angefertigt, was darauf schließen lässt, dass es in absehbarer Zeit zu ersten Verhaftungen kommen wird. Dies ist bei derartigen Vorfällen in Russland so üblich.
Muß man dazu noch einen Kommentar abgeben?
Geheimdienstchef Nikolai Patruschew [...]: "Die Explosion des Sprengsatzes ist ein Beweis dafür, dass es notwendig war, dass unser Anti-Terror-Ausschuss rechtzeitig Maßnahmen zur Sicherung der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen beschlossen hat. Es geht um die sachgerechte Koordinierung der Tätigkeit aller Rechtsschutzorgane."
Und im Hintergrund quietscht leise ein Rollstuhlrad...
Ob es den Tätern darum ging, die politische Situation zu destabilisieren, bleibt unklar, Bekennerschreiben existieren nicht. Angeblich soll es eine tschetschenische Spur geben, aber das wird vom russischen Geheimdienst stets vorgetragen.
Das nennt man Pawlowschen Reflex. Gibt´s nicht nur bei Hunden.
"Wie sich der Lokführer und seine Leute verhielten, das war heldenhaft", beschreibt der Chef der russischen Eisenbahn, Wladimir Jakunin.
Das klingt nach einer Oscar-Nominierung für den Film zum Unglück. Demnächst in einem Lichtspielhaus in Ihrer Nähe.




