Sehr treffend
illustriert: das "Wie-bin-ich-denn-auf-
DIE-Seite-gekommen"-Phänomen.
Hier gefunden:
Kritik
In Deutschland geriet der Konzern 2007 scharf in die Kritik wegen des Preises für das neu zugelassene Medikament Ranibizumab (Handelsname Lucentis®) zur Behandlung der feuchten Altersbedingten Makuladegeneration. Es ist etwa 50 mal teurer als das bis dahin vorrangig eingesetzte Avastin,
das allerdings nicht für diesen Einsatz zugelassen ist. Mit der
Zulassung von Lucentis darf Avastin nun nicht mehr verschrieben werden.
Kritiker sehen in dem neuen Medikament lediglich eine Weiterentwicklung
von Avastin, Novartis spricht dagegen von einem völlig neu entwickelten
Medikament. Experten schätzen die Mehrkosten für das Gesundheitssystem
allein durch dieses Medikament auf mehrere Milliarden Euro. Prof.
Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der
Deutschen Ärzteschaft, warf dem Konzern vor, daß er „für sein Monopol
einen horrenden Preis“ verlange. Novartis sieht nach eigenen
Berechnungen eine deutlich geringere Belastung für das
Gesundheitssystem und verhandelt mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Krankenkassen über einen Preisnachlaß.[5]
Derzeit läuft eine Klage des Unternehmens gegen den Staat Indien, da
dessen Patentrecht die Herstellung von deutlich verbilligten Generika
vorsieht. Indien ist durch seine Patentrechtregelung, die keinen
Patentschutz beispielsweise bei nur geringfügig veränderter
Wirkstoffzusammensetzung vorsieht, zum wichtigsten Ursprungsland
erschwinglicher Medikamente für arme Menschen in Entwicklungsländern
geworden. Diese können sich häufig eine Behandlung mit
Originalpräparaten nicht leisten, was besonders im Falle von
Medikamenten gegen Tuberkulose oder HIV/AIDS schweres Leiden mit sich zieht. Die Klage von Novartis wird vor allem von NGOs wie Ärzte ohne Grenzen
stark kritisiert, da bei einem Urteil gegen die indische Regierung
Millionen Menschen weltweit ohne bezahlbare medizinische Hilfe
dastünden.[6]
Die Klage wurde am 7. August 2007 abgewiesen, da sich das indische
Gericht für unzuständig erklärte und Novartis an das
Schlichtungstribunal der WTO verwies. [7]
Im Oktober 2007 wurde Novartis „für die Bespitzelung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ mit dem Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie „Arbeitswelt“ ausgezeichnet.
Und mit diesem Wissen kann man dann mal drüber nachdenken, wie und wo die
Novartis Stiftung so engagiert ist.