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Monday, July 2. 2007
Woran mangelt´s wirklich?
Vom Fachkräftemangel in der Wirtschaft, insbesondere im IT-Sektor ließt und hört man allerorten. Die OECD befindet, die schrumpfende Bevölkerung führe dazu1. Das findet natürlich volle Zustimmung seitens der Industrievertreter2. Die Zahlen, die die Bundesagentur für Arbeit dazu liefert sprechen allerdings eine andere Sprache3. Könnte es sein, das zwar genügend Fachkräfte verfügbar, deren Gehaltsvorstellung aber nicht im Sinne der Branche sind? In den Kommentaren zu diesen Artikeln sprechen Einige, die sich als IT-Fachkräfte beschreiben, davon, für 40.000 oder 60.000 Euro "gar nicht erst aufzustehen". Über die Jahre angeeignetes Fachwissen und die Erfahrung im eigenen Arbeitsgebiet rechtfertigten ein höheres Gehalt.
Was macht man also als Arbeitgeber, wenn unter den heimischen Arbeitslosen zwar durchaus passende Bewerber zu finden sind, deren Preis aber so gar nicht zu den eigenen Vorstellungen passt? Richtig, man denkt über Outsourcing nach. In diesem Fall soll die Produktion der Fachkräfte, von der Geburt bis zur Ausbildung, im Ausland kostengünstig von Statten gehen. Wenn die Fachkraft dann frisch ausgebildet und damit reif ist, wird sie kurzerhand importiert um für kleines Geld die vakante Stelle zu besetzen.
Haben wir einen Fachkräftemangel oder eher einen Mangel an zahlungswilligen Arbeitgebern? Die Aufmerksamtkeitsspanne des Durschnittsbürgers scheint jedenfalls so kurz zu sein, daß man sich widersprechende Nachrichten problem- und protestlos innerhalb weniger Tage veröffentlichen kann.
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