Den rund 6000 Beschäftigten der Technikzentren wurde bei dieser Gelegenheit auch offenbart, dass sie künftig länger arbeiten müssen und weniger verdienen. Sie erwartet eine Wochenarbeitszeit von 38 Stunden und ein "moderater Gehaltsverzicht" [...] Die Deutsche Telekom AG, die in den ersten sechs Monaten 2008 ein Betriebsergebnis von 4,166 Milliarden Euro und einen Überschuss von 1,607 Milliarden Euro (plus 22,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) erwirtschaftete, begründet die Überführung der Technikbereiche von T-Home in die Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH mit einem "anhaltend starken Wettbewerb und dem damit einhergehenden Preisdruck".(heise newsticker)
Wenn ich mal die 1,607 Milliarden Überschuß durch die 6.000 Geknechteten teile erhalte ich 267.833,33 Euro pro Kopf. Das ist natürlich eine völlig unsinnige Rechnung. Die beiden Zahlen haben nichts miteinander zu tun. Aber mal ganz ehrlich: Die Einsparungen bei den 6.000 Stellen sind doch Ackermannsche Peanuts, oder?
Betriebswirtschaftlich kann die erzielbare Summe gegenüber anderen Maßnahmen also kein Grund sein. Aber weitere 6.000 Arbeitnehmer per Dekret in ihre Schranken zu weisen ist ein weiterer Schritt in Richtung furchtsamer, willfähriger Sklaven.
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Und mit diesem Wissen kann man dann mal drüber nachdenken, wie und wo die Novartis Stiftung so engagiert ist.Kritik
In Deutschland geriet der Konzern 2007 scharf in die Kritik wegen des Preises für das neu zugelassene Medikament Ranibizumab (Handelsname Lucentis®) zur Behandlung der feuchten Altersbedingten Makuladegeneration. Es ist etwa 50 mal teurer als das bis dahin vorrangig eingesetzte Avastin, das allerdings nicht für diesen Einsatz zugelassen ist. Mit der Zulassung von Lucentis darf Avastin nun nicht mehr verschrieben werden. Kritiker sehen in dem neuen Medikament lediglich eine Weiterentwicklung von Avastin, Novartis spricht dagegen von einem völlig neu entwickelten Medikament. Experten schätzen die Mehrkosten für das Gesundheitssystem allein durch dieses Medikament auf mehrere Milliarden Euro. Prof. Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, warf dem Konzern vor, daß er „für sein Monopol einen horrenden Preis“ verlange. Novartis sieht nach eigenen Berechnungen eine deutlich geringere Belastung für das Gesundheitssystem und verhandelt mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Krankenkassen über einen Preisnachlaß.[5]
Derzeit läuft eine Klage des Unternehmens gegen den Staat Indien, da dessen Patentrecht die Herstellung von deutlich verbilligten Generika vorsieht. Indien ist durch seine Patentrechtregelung, die keinen Patentschutz beispielsweise bei nur geringfügig veränderter Wirkstoffzusammensetzung vorsieht, zum wichtigsten Ursprungsland erschwinglicher Medikamente für arme Menschen in Entwicklungsländern geworden. Diese können sich häufig eine Behandlung mit Originalpräparaten nicht leisten, was besonders im Falle von Medikamenten gegen Tuberkulose oder HIV/AIDS schweres Leiden mit sich zieht. Die Klage von Novartis wird vor allem von NGOs wie Ärzte ohne Grenzen stark kritisiert, da bei einem Urteil gegen die indische Regierung Millionen Menschen weltweit ohne bezahlbare medizinische Hilfe dastünden.[6] Die Klage wurde am 7. August 2007 abgewiesen, da sich das indische Gericht für unzuständig erklärte und Novartis an das Schlichtungstribunal der WTO verwies. [7]
Im Oktober 2007 wurde Novartis „für die Bespitzelung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ mit dem Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie „Arbeitswelt“ ausgezeichnet.
Was macht man also als Arbeitgeber, wenn unter den heimischen Arbeitslosen zwar durchaus passende Bewerber zu finden sind, deren Preis aber so gar nicht zu den eigenen Vorstellungen passt? Richtig, man denkt über Outsourcing nach. In diesem Fall soll die Produktion der Fachkräfte, von der Geburt bis zur Ausbildung, im Ausland kostengünstig von Statten gehen. Wenn die Fachkraft dann frisch ausgebildet und damit reif ist, wird sie kurzerhand importiert um für kleines Geld die vakante Stelle zu besetzen.
Haben wir einen Fachkräftemangel oder eher einen Mangel an zahlungswilligen Arbeitgebern? Die Aufmerksamtkeitsspanne des Durschnittsbürgers scheint jedenfalls so kurz zu sein, daß man sich widersprechende Nachrichten problem- und protestlos innerhalb weniger Tage veröffentlichen kann.Wenn man in Diskussionsrunden zum Thema Rechtsstaat und Demokratie an der Verfassung Deutschlands zweifelt kommt früher oder später garantiert jemand mit der Aufforderung
Wenn´s dir nicht paßt, dann wander doch aus. Zwingt dich ja niemand hier zu leben.
Vor 1989 hieß es auch gerne "dann geh doch rüber". Das ist im Prinzip gar keine schlechte Idee. Die erste Frage ist: Wohin? Und da fängt das Problem schon an. Wenn man die Wahl zwischen der "Koalition der Willigen" und der "Achse des Bösen" hat, wenn die möglichen Destinationen in einem ähnlichen Zustand wie der Ausgangspunkt sind ist eine Relokation eigentlich absurd.
Warum sollte ich mich der Repression und Überwachung in einem fremden Land stellen, wenn ich doch die hiesige schon seit Jahren kenne? Sicherlich, manches würde sich ändern, einiges vielleicht sogar zum Besseren, aber in der Summe hat man nur die Wahl, von wem man sich unterdrücken läßt.
Das zweite Problem, das sich stellt: So ein Länderwechsel ist doch aufwendiger als ein Umzug in die nächste Stadt. Auch wenn angeblich eine EU-weite Freizügigkeit garantiert ist, spätestens vor Ort wird man mit den xenophoben Vorstellungen der Landesjurisdiktion konfrontiert.
Das Wichtigste, für so einen Schritt ist Geld. Je mehr man davon hat und mitbringt, desto einfacher wird einem der Zuzug gemacht. Der Umzug an sich kostet auch eine Kleinigkeit. Und steht damit außer Frage für einen Großteil der Bevölkerung. Was soll ein unzufriedener Hartz-IV-Empfänger mit nicht mal 400 Euro im Monat denn bewerkstelligen? Die Zeiten in denen man versteckt im Zug in die Budapester Botschaft ziehen konnte sind vorbei.
Auszuwandern bleibt also eine Lösung für die Wenigen, die es sich leisten können. Mit der Möglichkeit zu argumentieren um Kritik oder Protest zum Schweigen zu bringen ist armselig und geht an der Realität vorbei.

