...und die Frankfurter Rundschau hat sich in meinen Augen vollständig disqualifizert.
Hier zum selbst nachgucken. Es gibt da so ein Gebot, nach dem man Werbung und redaktionellen Inhalt trennen muß. Das ist den Autoren wohl nicht so geläufig. Nicht nur der unverblümte Hinweis auf den Hersteller der ach-so-wunderbaren Wasseraufbereitungsanlage, nein, auch gleich Preis und Telefonnummer, sowie ein paar vermutlich geschönte und wachsweich formulierte Testergebnisse.
Im Prinzip ist es ja durchaus interessant, wenn der örtliche Wasserversorger überraschend viel Uran im Wasser anliefert. Es wäre nett gewesen, vielleicht ein paar Hintergrundinformationen zu bekommen. Zum Beispiel, das Uran nicht nur im Trinkwasser, sondern auch beim Einatmen sehr giftig ist. Wasserdampf, anyone? Auch die Strahlenwirkung ist kumulativ, das schwitzt man nicht aus. Sollen die besorgten Eltern denn auch in der Waschmaschine, der Spüle, der Toilette und zur Körperpflege das ach-so-teure Tafelwasser (das übrigens die schlechteste Qualitätsstufe abgefüllter Wässer darstellt) benutzen?
Und mal ganz nebenbei: Ich kenne ein paar Kinderärzte. Keiner von denen empfiehlt, abgekochtes Tafelwasser für Säuglingsnahrung zu verwenden. Aus einem ganz einfachen Grund. Die Säugephase prägt das Immunsystem ganz entscheidend. Eine übertrieben sterile Umgebung in dieser Zeit begünstigt eine ganze Menge später auftretende Krankheiten und Allergien.